Unsere Schülerlotsen

Schon seit vielen Jahrzehnten sind Schülerinnen und Schüler eingesetzt, um die gefährliche Kreuzung Aschaffenburger Straße/Höhenstraße/Kirchstraße für alle Schulkinder (ob Erst- oder Neuntklässer) abzusichern. Seit im Jahr 2007 eine Ampel an dieser Stelle installiert wurde, stehen unsere Lotsen an zwei anderen neuralgischen Punkten:

Übergang Höhenstraße/Schulstraße und

Übergang Kirchstraße ("Pfädchen" am Friedhof).

Damit versuchen alle, die für die Sicherheit verantwortlich sind, mögliche Gefahren auf dem direkten Schulweg auf ein Minimum zu reduzieren.

Einmal im Jahr findet für die Schülerlotsen eine Weihnachtsfeier und ein Ausflug statt. (Aktionen)

Wie wird man Schülerlotse?

Eingesetzt werden nur Mädchen und Buben, die mindestens im 7. oder 8. Schuljahr sind.

Neben der eigenen Bereitschaft für diese Aufgabe müssen zunächst die Eltern, dann aber auch die Schule einverstanden sein, denn ein Schülerlotse verbringt einige Zeit an "seinem" Übergang, teilweise in der Freizeit, teilweise aber auch in der Unterrichtszeit. (Zeitangaben s. u.)

Dannach erfolgt eine Schulung durch die Verkehrserzieher der Polizei mit theoretischer Unterweisung, praktischer Einweisung und einer eigenen Schülerlotsen-Prüfung mit Fragen, die teilweise sogar in der Führerscheinprüfung verlangt werden!!.

Sobald dann der Stundenplan für das neue Schuljahr erstellt ist, bekommt jede(r) seinen Dienstplan und der Einsatz kann los gehen.

Was muss ein Schülerlotse mitbringen?

natürlich theoretische Kenntnisse (s. Prüfung), viel wichtiger sind aber:

  • Ausgeschlafenheit,
  • Zuverlässigkeit,
  • Pünktlichkeit,
  • Unempfindlichkeit gegen jegliches Wetter,
  • Gelassenheit im Umgang mit problematischen Schülern, Autofahrern, ...
  • Flexibilität bei unvorhergesehenen Vorfällen (Erkrankungen, Ampelausfall, ...)

Wann versehen Schülerlotsen ihren Dienst?

In diesem Schuljahr müssen sie jeden Tag von 7.30 Uhr bis 7.55 Uhr, von 11.15 Uhr bis 11.30 Uhr und von 12.15 Uhr bis 12.20 Uhr die Übergänge sichern.

Was habe ich davon, Schülerlotse zu sein?

Vordergründig gesehen: sehr wenig, denn es gibt keine Bezahlung, wenig Anerkennung und manchmal sogar Ärger und Vorwürfe. Dennoch kann ein Schüler, der diese Aufgabe übernimmt, durchaus davon profitieren: So können sich z. B. steigendes Selbstbewusstsein, Wachsen an Herausforderungen u.ä. bei der Suche nach einer Ausbildungssstelle als vorteilhaft erweisen.

Zudem findet eine Weihnachtsfeier mit Beteiligung des Bürgermeisters, der Polizei und der Schulleitung statt, bei der es ein Geschenk gibt. Am beliebtesten ist natürlich der schon traditionelle Ausflug mit Lotsen anderer Schulen in einen Freizeitpark, gesponsert von Gemeinde und Verkehrswacht und organisiert von Herrn Meidhof, dem Verkehrserzieher der Polizei.

Vielleicht ist aber noch wichtiger das Gefühl, eine sinnvolle und verantwortungsvolle Aufgabe bewältigt zu haben!?

Wichtig für alle Erwachsenen!!

Unsere Schülerlotsen engagieren sich so gut sie können. Das heißt aber nicht, dass keine Fehler auftreten. Melden Sie "Unregelmäßigkeiten" an die Schule, Herr Brand wird sich darum kümmern, das Problem zu beheben. Bedenken Sie jedoch, dass die Lotsen Jugendliche und keine Erwachsenen sind und das Auftreten in der Öffentlichkeit ungewohnt ist. Alle bisherigen Generationen von Schülerlotsen haben es geschafft, die nach Angaben der Polizei "gefährlichste Stelle für Schüler im gesamten Landkreis" so abzusichern, dass bis heute kein Unfall zu verzeichnen war. Dass dies so bleibt, ist unser aller Wunsch!!!